Gardinen nähen
Die Zeiten, in denen weiße Tüllgardinen zur Zierde der Wohnung gehörten, sind vorbei. Der Stoff und auch die Muster entsprechen heutzutage einem überholten, altmodischen Standard, aber auch praktische Faktoren spielen neben den ästhetischen eine entscheidende Rolle, denn die dünnen Stoffe waren besonders pflegeaufwändig, anfällig für Verfärbungen und nahmen dem Raum Transparenz. Modernere Alternativen zu den klassischen Gardinen sind beispielsweise simple Vorhänge oder Rollos, die in verschiedenen Materialien wie Bambus, Rattan oder auch Plastik erhältlich sind. Nicht immer entsprechen diese fertigen Produkte aber dem eigenen Geschmack, da sie dem Raum selten eine persönliche Note und warme Struktur verleihen können.
Wer gerne näht, auf teure Fertigmodelle verzichten oder sich sein Zuhause den eigenen Vorstellungen entsprechend gestalten möchte, kann Gardinen allerdings auf einfache Weise selbst herstellen und dabei nicht nur Spaß haben, sondern auch Geld einsparen.
Zu Beginn steht hierbei zunächst die Wahl des Schnittes. Soll es ein edler Vorhang sein, Ton in Ton mit der Inneneinrichtung, oder lieber ein luftiges, blumiges Dekor, das Akzente und Kontraste setzt? Wer sich hierbei unschlüssig ist, kann sich aus Zeitschriften oder online zahlreiche Anregungen holen. Auch die Art der Anbringung sollte überlegt werden, die gängigsten Varianten sind hierbei Kunststoffschienen, Gardinenstangen oder Seile und in allen größeren Einrichtungsmärkten erhältlich.
Der nächste Schritt besteht in der Stoffauswahl. Diese fällt heutzutage besonders vielfältig aus, denn nicht nur in der Nähe gelegene Geschäfte, sondern auch Onlineshops bieten unendliche Möglichkeiten zur kreativen Gestaltung der eigenen Gardinen. Wer Wert auf eine liebevolle Ausgestaltung legt, kann sich auch für zusätzliche Dekorationen wie Faltenbänder oder Raffungen entscheiden. Zu guter Letzt müssen die ausgewählten Stoffe nur noch nach Muster zugeschnitten und genäht werden, was jedoch mit ein wenig Vorübung und einer Nähmaschine innerhalb weniger Stunden erledigt ist.
Für Anfänger und Ungeübte bieten sich zudem zwei besonders einfache Varianten an, die die Stoffe auch ohne die Beherrschung verschiedener Nähtechniken großartig aussehen lassen – das Falten- und das Bleiband. Ersteres wird am oberen Rand des Stoffes festgenäht und sorgt für eine automatische Raffung der Gardine, während letzteres am unteren Gardinenrand befestigt wird und somit für einen guten Halt und ein abgerundetes Gesamtbild sorgt.
Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de
Hinweis: Sämtliche Tipps und Anleitungen sind ohne Gewähr auf Richtigkeit. Kontaktieren Sie im Zweifel einen Handwerker.